Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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246 Selbstgespräche.
dcnschafr heißen könne. Er hat auch mit keinem
Wort gezeigt, wie die Bahrdtischc Auslegung sonst
wider den Sprachgebrauch scye, das lst immer nicht
seine Sache, sondern nur darüber herab philoso-
phirt, daß die Luft, der erste Grund der Versu-
chung, etwas anders als Leidenschaft seyc, welche
erst entsteht, wenn icne die Oberhand bekommen
habe S. 157. Heißt das Zeichen, die Erklärung
scye wider den Sprachgebrauch;
Jetzt kommt es an i B. Mos. 6, 5. - - 8, 7.
Auch hier ist wieder, wann es aus die Hauptsache
kommt, eitel Raisonncment. S. i6a. Dicßstan
nun unmöglich von den bösen Handlungen der Men-
schen verstanden werden. Dann was wäre dieß
gesagt: ich will die Bosheit der Menschen nicht
mehr so strafen, wie ich sie durch die Sündfluth ge-
straft habe, weil ihre Bosheit so groß und allge-
mein ist? Auf diese Art, wäre die Bosheit der
Menschen selber der Grund, warum sie nicht mehr
so gestraft werden soll. Allein so philosophirt die
Schrift nicht. „ Das ist wahr, und ein guter
Ausleger auch nicht? Wir wollen erst wieder sub-
stituircn, was Hr. H. gern hätte; ich will die Bos-
heit der Menschen nicht mehr so strafen, wie ick sie
durch die Sundsiuth gestraft habe, well ihnen die
Lust des bösen angebohru und allgemein und bestän-
dig
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