Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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Ich bin ein Christ.
was die Tradition und das Compendium bestehlet,
daß sie gesagt haben sollen, und alsdcnn ist jeder
Theil mit dem andern fertig, nimmt Abschied und
geht seines Wegs.
Allein wir haben auch noch über die Geschichte
etwas zu sagen: denn im Mn Gespr. welches eini-
ge Nebcasragen begreift, ist diese darunter Ke erste.
Hat man zu allen Zeiten die Erbsünde in der Schrift
gefunden und hat man in der ersten Kirche eben so
davon gedacht und gelehrt wie jetztgeschichet? Dicß
wäre ein wichtiges pcwchäiciu.m unchorüsnZ wieder
mich, wann cs nicht so wäre. „ Aber gleich aus der
felgenden Seile fragt er wie ein Held: Was Lsis
dann wann der gegemvartige Lehrtropus von der
Erbsünde nicht von Anfang in der Kirche geherrscht
hat? Hat er seinen Grund in der Schrift— so kan
nur an der Bestimmung der ersten Lehre der Kir-
che nicht mehr gelegen seyn, als mir an dem Wi-
derspruch einiger neueren gelegen ist! — Etwas
gemach! wollten wir bitten! das istö alsdann erst-
lich, das fromme und gelehrte den Aposteln viel
nähere Lehrer der christlichen Kirche mehrere
Jahrhunderte lang die Erbsünde in der Bibel
nicht gefunden haben: und das sollte doch wohl seyn,
wenn sie so deutlich darinn stünde, als man sic jetzt
scheu wich ch crnach, daß eine achte, rechtgläubige
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