Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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bekannt genug ist, dock dem Theil unserer Leser zu
erzählen, der allenfalls entweder gar nicht, oder doch
nicht hinreichend davon unterrichtet wäre.
Drcy Jahre werden es jetzt shngchähr seyn, daß
sich ein Römischkatholischer Sekulargcisilicher, Jo-
hann Joseph Gaßncr, Anfangs im Klestcrlc, Plu-
dcnz'schcr Herrschaft, wo er Pfarrer war, durch
außerordentliche Heilungen einen großen Nahmen
machte. Sein Ruhm verbreitete sich gar bald, und
sein Ansehen wuchs, da er seine Euren im Tiroli-
schen , im BiSthum Constanz, im Stift Kempten,-
in Augspnrg persönlich verrichtete. Insonderheit
hielt er sich lange in Ellwangen auf, wo eine Men-
ge Menschen allenthalben her, insonderheit aus
Schwaben und der Pfalz zu ihm wallfarthete, Nie
waren in diesen Gegenden die Hauptstrassen und die
Wirthöhauser von Tauben, Lahmen und Krüppel
so voll, und es mußte bey einem Menschenfreunde
traurige Betrachtung erregen, wenn er täglich so
viele Elende, Reiche und Arme sähe, diedenWun-
derthäter und seine Hülfe suchten.
Mitten unter dem Lauf s ner Thaten zeigte er
sich auch als einen Schriststeller, und cs erschien
folgende Piece:
Des Wohlehrwürdigen Herrn Johann Joseph
Gaßncrs, der Goktesgelahrheu und des geistlichen
Rechtes
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