Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

Seite: 366
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z66 Nachricht von dm neuen
sind erklärt worden, auswendig lernen, nm sich
bevm Reciriren eine bescheidene Fremnüthigkeit an-
zugewöhnen, und zu lernen, jede Sache nicht nur
vernehmlich, sondern auch mit dem gehörigen An-
stande vorzutragen, und die Mängel, auf die sie
der Professor aufmerksam macht, abzulegen. Eigene
Aufsätze finden wir, weil sie allemal noch viel Un-
vollkommenheit haben, zu diesen Uebungen in dec
äußern Beredsamkeit nicht geschickt. Der Vor-
trag eigener Aufsätze, wenn er wirklich mit Würde
und Nachdruck begleitet wäre, möchte leicht junge
Leute zum Stolze verleiten,und ihnen eine allzugroße
Einbildung von ihrer eigenen Arbeit geben. 4)
Damit die Geschichtskunde ihren Zweck erreiche,
und ihren Platz unter den Humanioribus behaupte,
damit sie jungen Leuten zu Entwicklung ihres Ver-
standes verhelfe, ihr Gedächtnis mit nüzlichen und
brauchbaren Kenntnissen bereichere, und ihnen edle
und wahre Maximen einpräge, so muß sie hier auf
einen andern Fuß behandelt werden, als in den
unrern Klassen geschehen ist. Indessen ist doch
bisweilen nöthig, die Lage einer wichtigen Bege-
benheit, in Absicht auf die Zeit, näher zu bestim-
men. Es wird also eine kurze Nachricht von den
mancherlei) Zeitrechnungen vorausgeschickk, um die
schwankende Vorstellung von dem Zusammenhänge
der
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