Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

Seite: 4
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1777/0016
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
4 Versuch über die dämonische Leute,
sind keine gefallene Engel, sondern heidnische Gott-
heiten, und Zwar selche, die vorher Menschen ge-
wesen waren. Das ist der Begriff, den sich Grie-
chen und Lateiner von den Dämonen machten, und
die Sache ist nach den Zeugnissen, die Farmer
darüber gefiuumlet hat, historisch erwiesen. Aber
eben diesen Begriff haben die Inden, die nur gar
zu geneigt waren ihrer Nachöaren Grundsätze an-
zunehmen, in ihre Philosophie ausgenommen.
Auch sie dachten sich unter Dämonen nichts anders,
als jene vergötterte menschliche Geister. Das be-
weiset selbst der Vorwurf, den die Juden Christo
machten; Du rrei'ost die Dämonen aus durch
Beelzebub, den Obersten der Dämonen*
Beelzebub, oder Beelzebul war den Juden kei-
neöweges der König des Teufel-Reiches, den sie
mir ganz andern Namen zu bezeichnen pflegten.
Er war, wie aus 2 Reg. 2 erhellet, ein Götze
der Philister (der Gott zu Ekron). Es ist auch
Irrthum, daß ihm dieser Name von den Juden
aus Verachtung oder Spott beygelegt worden.
Fliegen-Gott ward er genannt, weil von ihm
Schuß gegen dieses schädliche Insekt erwartet ward.
Beyspiele solcher Benennungen sind gar häufig.
Inuocam Llaei Oeum, mu5carum mul-
rüuöine xoMsmiam aKsreuto; Huae xrotEs iu-
. - cereum,
loading ...