Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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Z4 Acht Briefe
Traurig genug, daß unter Protestanten noch so viel
Streitens darüber ist, und daß Grundsätze, ohne
welche es gar keinen Erweiß für die Rechtmäßig-
keit jener ehemaligen großen Reformation giebt,
noch unter uns bezweifelt, oder als falsch und
schädlich vorgestellt werden. Der Verfasser der
hier angezeigten Briefe, die man fälschlich dem ge-
lehrten Hugo Farmer zugeschrieben hat, handelt
einige dahin einschlagende Materien mit vieler Ge-
schicklichkeit, und einer Art von Lebhaftigkeit und
Laune ab, die jedoch nie in muthwilligen untheolo-
gischen Scherz übergeht. Seine Rücksicht hat er
zwar überall auf die in der englischen Kirche seit
kurzem rege gewordene Streitigkeit über den Werth
symbolischer Bücher und die Nochwendigkeit der
Verpflichtung auf dieselben genommen ; doch ist
alles, was er sagt, auch für Deutschland erheb-
lich, daher die kleine Schrift einer Übersetzung
vorzüglich werth war. Diese ist auch glücklicher
Weise einem Mann in die Hände gefallen, dem
man es bald anmerken kann, daß er mit der Sache
und mit der Sprache gleich gut bekannt fey.
Im ersten Briefe wird der Werth der Sanft-
muth in theologischen Untersuchungen und Strei-
tigkeiten sehr gut gezeigt. Eine trefiiche Lektion
für diejenigen, die die wilden Ausbrüche ihrer
gallsüch-
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