Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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n6 Lehrbegriffder christlichen Kirche
stündliche Nachricht aus dem Justin an. Sehr
ehrlich und freymüchig ist das Geständniß (S. 207) :
„Es ist wohl sicher, daß die ganze Erklärung s)u-
„stmi von der Taufe, erwachsene Leute vorausseht,
„die sich mit Vorsatz und Willen zu der Lehre
„Jesu bekennen, und sie Zu bekennen (befolgen)
„versprechen, welche beten und fasten und umVer-
„gcbung ihrer vorigen Sünden bitten und dir-
„ cen können. Bey diesem allen kann man sich keine
„unmündige Kinder denken, wie es H. D. Sem?
„ler und andre vor ihm angemerket haben, die
„deswegen Zum Therl übel angelassen worden sind."
Wenn er aber bald darauf (S.2O8) hinzuftht:
„Allein es folget aus dem allen doch nicht, daß zn
„ den Zeiten Juftini nicht auch Kinder getauft worr
„den wären, und man kann diese Stelle nicht da-
„wider brauchen, so lange keine andere Anzeigen
„vorhanden sind. Es kann auch wohl dieser Apo-
„logere seine Ursache gehabt haben, es den Heiden
„nicht so geradehin zu sagen, daß auch die Kinder
„alsbald fcyerlich und förmlich zur christlichen Re.
„ ligion cingeweyhetworden." So können wir den
ersten Satz dem Verf. zwar zugeben, der letztere
aber dünkt uns seiner in den vorläufigen Anmer-
kungen gethanen Aeußerung von der äilciglma sr>
cam schlechthin zu widersprechen. Richtiger und
gcgrün-
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