Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

Seite: 153
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der ehemaligen Heydenbekehrung. 15 z
oft hatte er es erfahren, wie gefährlich ihm Witte-
kind gewesen, zuletzt suchte er also ihn durch ge-
lindere Mittel zu gewinnen. — Und wer weiß, ob
diese Gelindigkeit, wenn sie eher wäre versucht wor-
den, nicht vielleicht von besserer Wirkung gewesen
wäre, als jenes Sengen und Brennen, welches aber
unftrm Verf. vorzüglich wohlgefällt. Denn S.
161 scheint er es zu bcdauren, daß Carl wegen dec
italiänischen Unruhen, die Sachsen nicht früher habe
rmörotten können. Bey dem, was der Verf. von
dem wohltätigen des Chrismuhums S. i8i f.
sagt, wird stets vorausgesetzt, aber nicht bewiesen,
daß jene Mißionarien die wahre, ächte christliche
Religion unter jene Heyden auszubreiten gesucht ha-
ben; da es doch ganz unläugbar ist, daß nicht so-
wohl eine gegründete Ueberzengung, als vielmehr
blinde Anhänglichkeit an die Cleriscyund knechtische
Furcht vor kirchlichen Strafen, das vornehmste war,
wodurch man jene Völker besser in der Unterwür-
figkeit erhalten zu können glaubte. Oder verlangt
der Verf. etwa, daß man auch dis viele Tausende,
die im Jahr 777 zu Paderborn sich raufen ließen,
(S. 162) für gründlich Unterrichtete und aus Ue-
bcrzeugnng zur christlichen Religion übergegangene,
halten soll? —- Aeußerst seltsam ist cs, um das
geringste zu sagen, wenn jenen Hcyden eine muthwik-
K s ligs
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