Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

Page: 180
DOI issue: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1777/0192
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
: Schrift,

i8o Die h
hebräische Text nichts. Der Herr begegnete ihm,
und wollte ihn tödtm» Das heißt, wenn mans
dem gemeinem iessr verständlicher machen will: Ein
Enge! des Herrn ließ sich sehen, etwa wie bcy dem
Bileam, mit einem bloßen Schwerdt, und drohte,
ihn umzubnugm, wenn er nicht nach der Verord-
nung Gottes , seinen Sohu beschnitte. Denn, da
Moses ein Gesetzgeber und Reformator des Volks
Israel seyn sollte, musts er ihnen in Erfüllung der
vorigen Gesche Gottes, mir seinem E,rempel ver-
gehen. Seine Frau verrichtete eilig, aber etwas
ungeschickt, diese Handlung, ward über ihren
Mann unwillig; und sprach zu ihm: Du bist
mir ein Bbnbrämigam, unsere Ehe hat um dei-
nes Versehens willen, durch das Blut unsres Kiru
des müssen bestätiget werden! Von diesem merk-
würdigen Umstand findet man in der neuen Bibel
nichts! Dafür läßt Herr. Gr. die Zippora nach
unserm System sehr orthodox sagen: Du bist
durch mich als ein Amd Gottes in seinen
Bund ausgenommen.
Aus diesen wenigen Beyspielen stehet man,
wie viel Böses und wie viel Gutes man andren,
nach seinem eignem Gutdünken, in den Mund le-
gen könne, wenn man nach Hr. Gr. Methode die
biblische Geschichte vorträgt; aber zugleich, mir
welchem
loading ...