Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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des Gottesdienstes der ersten re. 267
richtige Liebe gegen einander. Derjenige ist der
größeste von den Gliedern dieser Kirche, der in der
wahren Dcmulh allen andern vorgehet und am mehr
resten den Namen Gottes heiliget. Der Gottes-
dienst bey dieser Kirche ist ein äußerlicher und in-
nerer, wovon der eine mitdem andern aufs genau-
este übereinstimmet. Bey allen Kirchen auf Er-
den, sowohl der wahren äußerlichen, als der fal-
schen, finden sich drey Gewalten, welche zusammen
die höchste Kirchetrgewalt bey ihnen ausmachen.
1) Ist die Glaubensqewalt, welche der Grund
von aller Kirchengewalt ist. Sie bestehet in dem
Einfluß, welche die Meynungen von der Religion
auf die Gemüther der Menschen haben. Um ihres
Glaubens willen haben viele oft ihr Leben und ihre
Güter aufgeopfert. Alle Religionen, so falsch sie
auch gewesen sind, haben wohl ihre Märtyrer gehabt.
2) Ist die prieftergewalr. Auf diese gründet
sich insgemein die erstere, weil die mehresten in Ne-
jigionssachen sich auf das Ansehen ihrer Lehrer ver-
lassen. Die Apostel, Bischöfe in der ersten Kirche,
hatten bey den Gläubigen weit mehr Ansehen und
Gewalt, als der Kayser hatte, z) Ist die Düe-
ctionsgewalt, dieselbe kann eine Person, oder auch
eine ganze Versammlung haben, wovon der äußer-
liche Gottesdienst eingerichtet, Liturgie und Cere-
momen
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