Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

Seite: 287
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1777/0299
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
der Briefe Jacobi, Petri, Judä rc. 237
unveränderlich heiligen Vater. Und der eigentliche
Begriff eines Schutzgottes, fallt in der christlichen
Haushaltung, bey einer allgemeinen Religion, ganz
weg. Im Zten Kap. desselben Briefs vom 18. v.
an, trift man eine meist neue Erklärung der schwer-
sten Stelle dieses Briefs an, die ich ins kurze ge-
faßt, dem Leser mittheilen will. „Seinem
Geiste nach (nach seiner menschlichen Seele) ist
Er, Christus, lebendig erhalten worden; und hat
sich diesem Geiste nach, zu den abgeschiedenen Gei-
stern, welche sich in den finstren Wohnungen der
Verstorbenen befanden, begeben, um diesen frohen
Nachricht zu ercheilen, zu den Geistern derer, sage
ich, welche ehedem sich widerspenstig bewiesen, als
Gott zur Zeit des Noah, u. s. w. So wie jene
durch Versenkung im Wasser, noch von den ewigen
Strafen gerettet wurden; so erfahren wir Christen
gegenwärtig noch eben dasselbe, da uns auch jetzt
das Wasser, die Taufe, von der göttlichen Strafe
um Christi willen errettet." Der Hr. K. R. meynt,
die Sündfiuth fey vielen Menschen der ersten Welk
noch ein Mittel zur Buße und Rettung ihrer Seele
gewesen. Diese Seelen wären bis zu Christi Tode
im verschlossen gewesen, die Seele Christi
habe ihnen ihre Errettung angekündiget, und Pe-
trus führe dieß an, das Verdienst Christi zu ver-
größern,
loading ...