Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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Hermes Lehre der hei!. Schrift» zor
eins herauskommt- und dem gemeinem Mann leich-
ter und verständlicher gemacht werden könnte. War-
um unterscheidet man doch noch immer das Straf-
Lehr und Zuchkamcdcs heil. Geistes, und beweist
das erstere aus Job. 16, 8. wo strafen ganz unrecht
anstatt überführen, überzeugen- in der deutschen
Übersetzung gegeben wird? Wenn man dem heil,
Geist aus jedem biblischem Spruch, wo ihm eine
Wirkung in unsrer Seele Zugeschrieben wird - ein
besondres Amt anweisen wollte; wie viele würden
ihm zugeeignet werden müssen? Man hat sonst dem
Erlöser auch ein dreyfaches Amt übertragen, wel-
ches Herr H. auch Nicht vergessen hat, der Here
Dr. Ernesti hat den Theologen langst zu Gemüthe
geführet- daß man ihm wohl zehn Aemter zuschreb
ben könnte; wenn man alle uneigentliche Redens-
arten- die von seinen Wohlthaten gegen das mensch-
liche Geschlecht im Evangelio gebraucht werden-
in besondere Aemter verwandle« wollte. Gilt das
Nicht auch vom heil. Geist? Nicht weniger von sei-
nen Wirkungen in uns! Wie werden die verviel-
fältigt? Das geschieht auch hier, wo freylich viel
Gutes vorkommt, aber sehr oft ebendasselbe wie-
derholet, und alles untereinander geworfen wird.
Der zweyte Theil dieses Werks enthält die er-
sten Gründe der Verpflichtung des Menschen, und
dis
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