Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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Z04 Hermes Lehre der heil. Schrift.
im Vortrag der Glauberrswahrheiten, derer sie
unendlich weniger hatten, als die folgenden soger
nannten Väter der Kirche aus Streitsucht verbrach-
ten, und diese wenigen und deutliche und jeder-
mann faßliche Glaubenslehren trage so vor, daß es
einleuchtend wird, sie führen zur Gottseligkeit, auf
Hoffnung des ewigen Lebens.
Der Herr Pr. fängt in diesem Theil die christ-
liche Moral also vorzutragen an, daß er im I. Kap.
Von der Verpflichtung des Menschen überhaupt
handelt, im II. von dem Zustande, worinnen der
Mensch seyn muß, wenn er seine Pflichten erfüllen
soll. Dieser Zustand wird in dec Glaubensverei-
nigung mit Christo gesetzt. Unserer Einsicht nach,
hätte dieß eigentlicher und deutlicher ausgedruckt
werden können. Im HI. von der Erkenntniß Got-
tes , als der ersten Pflicht gegen Gott. Im I V.
von der Liebe zu Gott. Das V. handelt vom in-
nerlichem Gottesdienst, wozu die Ehrfurcht vor
Gott, die Gottesfurcht, der Gehorsam und das
Vertrauen gegen Gott gerechnet wird. Das VI.
Kap. ist endlich dem äußerlichem Gottesdienst ge-
widmet. Zu diesem rechnet Herr H. auch das
Schwören; wovon erfolgende Erklärung giebt:
Durch eine mündliche Erklärung eine wichtige
Wahrheit auf die feierlichste Art zum Pfände
der
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