Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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bey Verschiedenheit der theol. re.
den Gemüthern ihrer Anhänger unsicher, und sehr
sie hernach nicht auch die äußerliche Sicherherr er
Kirche in Gefahr? Auf beydeS antwortet der-Ver-
faffer, und zwar auf das erstere xr. i2 , daß dieß
nur ein zufälliges Nebel fey, und man doch Miuel
dagegen habe, daß die meisten Uncrnigkeiren nur
scheinbar sind, und die Religion nicht betreffen,
daß aller Irchum nicht vermieden werden könne,
woferne er nur unserer zeitlichen oder ewigen Glück-
seligkeit nicht nachtheilig fey, und druckt sich in
Ansehung des letztern sehr schön folgendermaßen
aus: (x. 126) „Mit einem oder dem andern
»Jvlhum in die Ewigkeit zu gehen, darf uns aber
„so wenig betrüben, als mit einer Wunde, einer
„Warze, oder einer unheilbaren Krankheit die
„ Welt zu verlassen. Ern Hiob wird gewiß nicht
„die lautersten und mit unserer Theologie überein-
„stimmenden Begriffe von derGonheit besessen Has
„ben, und doch har er den Ruhm des Redückm
„und Gottesfürchtigen erlanget, wett dre Allwis-
senheit Gottes auf den Grund seiner Gefmmm-
„gen blickte» Wir haben daher mir Rech: nach
„ der richtigsten Erkenntniß zu streben — denn dieß
„besiegelt unsere Zufriedenheit: aber wir haben
„uns nicht zu beunruhigen, wenn die Dunkelheit
„der lehren, uns nicht das Ziel der Untersuchung
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