Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

Seite: 373
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1^eo!o§rae inüimu'o. zvZ
der damaligen gemeinen jüdischen Theologie, so
müssen wir gleichfalls gestehen, daß uns seine Gründe
äußerst schwach geschienen. Er thur zwar darinn
wohl, daß er das Argument des sel. H. verwirft,
das von dem Stillschweigen des philo hergenom-
men ist. Denn außerdem, daß es nichts beweisen
würde, so wenig als gegen die Proselytentaufe, so
ist dieses Stillschweigen, eben wie das Stillschwei-
gen des ^oscphus, nngegründet; denn bcyde spre-
chen von den Ars: c^ui curn blighuL lio-
minum coiorim; und ^oftphus von den Engeln,
die das Gesetz gegeben. Ueberdem findet sich diese
Angelologie in den 70. s.Moft Z2. und in den apo-
fryphischen Büchern, (z. V. Tob. 12, i^.) Die
Juden gestehen, daß sie sie mit aus der babyloni-
schen Gefangenschaft gebracht; und in der That
enthält die ganze Theorie davon so viel Besonder-
heiten, die sich nicht anders, als aus der persischen
HofstacttSordnung erklären lassen, daß man ihr ih-
ren wahren Ursprung wohl ansieht, so wie ihn
Grotürs, Talmer, Gosheim, Semler, u. a»
recht gut darauf geführt haben. Daß diese Theo-
rie hernach ihren Hauptsitz m Alexandrien gehabt,
zeigen nicht nur die 70, und die in dieser Schule
geschmiedeten untergeschobenen Schriften, das Te-
stament der zwölf pemmrchm, die Prophezei-
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