Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

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4 Richters Uebcrsetzung
geliefert, den Ruhm lassen, daß er seinen Schrift-
sieller gründlich zu verstehen suche, und sehr vielen
Fleiß auf seine Arbeit gewendet habe.
Unsere leser wollen wir indessen mit dem,
was wir vor uns haben, bekannter machen, und
nach unsrer besten Einsicht das Gegenwärtige prü-
fen. Der erste Abschnitt enthält den Gruß oder
die Anrede des Apostels an die Gemeine, welche
schon mit vielen Parenthesen cmgefüllet ist, der-
gleichen in dem ganzen Brief mehrere, und zwar
sehr lange vorkommen. Hierüber äussert Hr. R.
eine nicht unwahrscheinliche Muthmaßuug, daß
Paulus nehmlich den Brief einigemal durchgele-
sen, und etwas am Rande hinzugesctzt habe, wel-
ches hernach in den Text eingeschaltet worden, und
die vielen Zwischensätze veranlasset habe. Paulus
sagt von sich in den ersteren Worten des Briefs, er
sey ein Apostel LvL'/'/e-usv 72 Ges,
das wird hier besonders überseht: auswärts ge-
sandt , um ein göttliches Evangelium zu predi-
gen , so, daß es mit dem Ap. Gesch.
i z,4. einerlei) sey, und ein unterscheidendes Merk-
mal dieses Apostels abgebe. Hat aber Paulus
nicht auch im jüdischen lande, und in der Haupt-
stadt desselben, das Evangelium gepredigt? Oder,
war eS nicht der allgemeine Auftrag an alle Apo-
stel, in alle Welt zu gehen, und das Wort von
unsrer
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