Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

Seite: 26
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1777a/0030
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
26 (-rierbacliü OurX m lailkoriLM
Gegen die Stelle, welche man aus dem Briese
des Ignatius an die Philadelphenser anzuführen
pflegt, wo er von gewissen Archiven reden soll, darin
die Originale der apostolischen Schriften wären
aufbehalren worden, läßt sich vieles einwenden.
Insonderheit ist zu bemerken, daß man anstatt
wobey oder
zu verstehen ist, lesen müsse, wie solches durch eine
verschiedene Leseart bestätiget wird, und daß Ig-
natius durch die alren Schriften die Bücher des
A. Testaments verstehe, worauf sich seine jüdisch,
gesinnte Gegner beriefen. Wollte man aber auch
zugeben, daß Ignatius von Archiven rede, so ste-
het man doch aus dem Zusammenhangs, daß er
sich nicht auf dieselben berufe, sondern daß seine
jüdischgesinnte Gegner Beweise aus denselben ver-
langten. In der Stelle des Tertullrans cle pvX-
scripr.fiLret. c. Z6 sind amkenricX lirrerX nicht
die Originale der apostolischen Briefe, auch nicht
griechische Exemplare derselben, wie einige vermu-
then, sondern überhaupt ächte und von Kätzern
nicht verfälschte Exemplare, dergleichen, wir Ter-
tullian glaubte, die lateinische Übersetzung war,
der er sich bediente. Das ipÜL in dieser telle
ist wohl nur durch ein Versehen des Abschreibers
entstanden und fehlt deswegen in der Ausgabe des
Beatus Rhenanus von isAA, wie auch in dec
ruue-
loading ...