Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

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Davläis äliorumhue?oetarum biebr. 81

überein. Aus ihrer großen Verschiedenheit fol-
gerr er nicht ohne Grund, daß sie nicht von einem
Verfasser herrühre, sondern daß ehedem mehrere
Paraphrasen über die Psalme gewesen, und daß
die noch vorhandene auö jenen zusammengrstoppelk
sey S. 229. Er ist aber so bescheiden, dies nur für
seine besondreMnchmaßung zu geben, die er nie-
manden aufdriugen will. Von dem Nutzen dieser
Paraphrase S.2Z2 f. Er meynt, man könne daraus
den Glauben dec altern Juden, in Absicht auf den
Meßias ersehen, in solchen Stellen, die von den -
späteren Nabbinen falsch erklärt werden, und be-
ruft sich auf Psalm II, 7, wo die Erklärung des
Chaldäers ziemlich mit der, die nur im Briefe an
die Hebräer finden, übereinkommt. — (Allein
dies kann doch nur als ein Privarzeugniß von dem
Glauben dieses Paraphrasten und vielleicht des
Sammlers dieser Paraphrasen, nicht aber für ein
Zeugmß der älteren jüdischen Kirche gehalten wer-
den; da doch nicht von allen Psalmen gesagt wer-
den kann, daß sie ein lithurgtsches Ansehen unter
den Juden gehabt hätten. Jedoch der Hr. D.
scheint ftlbft kein grosses Gewicht hierauf zu legen,
indem er die Erklärung des Ps. XI^V, welchen der
Paraphrast auch für eine Weissagung auf den
Meßias hält, selbst mißbilliget). Von dem Nutzen
in Absicht ,-uf die Bedeutung hebr. Wörter führt er
K (S.
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