Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

Seite: 82
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1777a/0086
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
82 Ztarkii recenll et Llluürat. Carminum
(S 2?4 f.) einiges an, gesteht aber doch, daß
der Paraphrast in andern Stellen das Hebräische
nicht gehörig verstanden habe. Zum kritischen
Gebrauch desselben giebt er (S. 2Z9 f) einige
Caurelen an, die wir den Uebhabern nachzulesen
empfehlen — bey welcher Gelegenheit Hr. Tych-
senS Vorgeben abermals untersucht und wider-
legt wird.
Nun kommt der Hr. D. auf die lateinische
Uebersetzungen, und zwar handelt er zuerst in dem
9len Absckn. von Hieronymi Uebersetzuncz aus
dem Hebräischen S. 254 f. Unter andern Ur-
sachen, welche Hieronymus selbst von diesem sei-
nem Unternehmen angiebt, war wohl die vor-
nehmste und nächste Veranlassung diese, die wir
gröstentheils mit desHrn.D. eigenen Worten an-
führen wollen, S. 255: "Der hebr. Text war
"den meisten Christen ganz unbekannt, demohn-
"geacht ließen sie sich oft mit Juden in Religions-
"gesprache ein, da sie aber die Stellen aus dem
" A. T. nur nach der griechischen Uebersehung der
"I^XX. oder des Aquilas, oder anderer anführen
"konnten, die Inden hingegen geradeweg leugne;
"ren, daß in dem hebr. Text so stehe; so sahen sie
"sich mehrentheilö in die Enge getrieben, und zum
" Stillschweigen gebracht. Da aber die Kirchen-
"varer von der Zuverläßigkeit und Aurhennk der
"grie-
loading ...