Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

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US Aeltesre Urkunde
tresiiches, aber doch wieder eigentlich nichts neues
gefunden. Besonders schön ist das, was in der
mosaischen Erzählung vom Sprechen dec Schlau-
gen gesagt wird, auseinander gesetzt. In der
Vorstellung aber, die er S. 99 von Adam macht,
warum derselbe auch von der verbotenen Frucht
gegessen, da er ihm die Worte in den Mund legt:
"Nicht gut, daß e§ geschah l Aber, da e§ einmal
"ist, und du lebest: wo du bleibst, will ich auch
"bleiben: wir sind Eins!" können wir dem Verr
fasser nicht beypfiichttn. Recens. weiß wenigstens
in der Schrift so wenig als in dn Natur der
Sache Grund zu der Behauptung zu finden, daß
Adam, als ec die Frucht nahm, das volle Bewußt-
seyn von der Unrechtmäßigkeit dieser Handlung
gehabt; noch auch, daß Eva schon vorher, ehe
sie den Adam die Frucht gab, zuc Erkenntniß ihres
begangenen Unrechts gekommen sey. Eine solche
Voraussetzung verwickelt uns auch nur in noch
grossere Schwierigkeiten.
Zu den sonderbaren Ausfällen auf die Verr
UUnft gehört doch auch wohl folgende Stelle
S. 126 : "Siehe da den Adelsbrief der Gott-
"gleichen Vernunft, die wir fast allein kennen,
"üben und loben; er ist ihr im Spott gegeben.
(Hr. H. nimmt in den Worten: Siehe, Adam
ist wvrden als unser einer rc. eine Ironie, einen
wahren
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