Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

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Rößlers Bibliothek

der Gelehrsamkeit verbannen wollet?, weil sie von
beyden selbst nicht viel besitzen,) die Philosophie,
fährt Clemens fort, nach der göttlichen lehre ein-
gerichtet, lehrt die Vorsehung und bekräftiget sie.
Wenn man diese wegnimmt, so scheint die ganze
Anstalt mit dem Heyland einer Fabel gleich." Ei-
nige sonderbare Sätze stehn S. Z9 - Christus habe
nur ein Jahr gepredrget, und die alexandrinische
Uebersetzung sey durch göttliche Eingebung ge-
macht worden. Auch an folgender Stelle mögen
sich die obgedachten einbildungsvolleu Schwärmer
weiden: "daein freywilligerVorsatz beym Glauben
ist, so muß auch Ueberlegung, Nachdenken, Be-
weis dabey seyn und zum Grunde liegen. Dar-
auf wird die Ueberlegung des Glaubens eine auf
einen sichern Grund befestigte Wissenschaft. Die
Basilidianer halten den Glauben für etwas physi-
kalisches und rechnen ihn zur Wahl und Bestim-
mung, indem die Seele die Uhren desselben ohne
weitere Beweise fasse." Zu was für Thorheiten
verführt nicht die hochgepricsene Imagination, diese
fruchtbare Mutter der Uster und Bosheiten ihre
Sclaven ! In den Anmerkungen S.49 und so
rheilr Hr. Rößler einige hermeneutische Bemer-
kungen des Clemens mit, daß man nicht alles,
was die Propheten sagen, so annehmen müsse, als
wenn es von Gott gesagt wäre; daß sie auch oft
im
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