Allgemeine theologische Bibliothek — 8.1777 [VD18 90309928]

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der Kirchenväter. 207
dessen Schriften Phoftus eine gar üble Recension
liefert, worin er unter andern auch sagt: wenn
Theognostus vom Sohn spreche, so gebe er ihn
für ein Geschöpf aus, und räume ihm nur so viel
ein, daß ec den vernünftigen Dingen vorgesetzt
sey.
Endlich folgt Athanasius von S. zz?. bis
zu Ende. Hr. Rößler liefert hier Auszüge ans
zwo Schriften desselben, die vor dem nicänischen
Concilio geschrieben zu ftyn scheinen, ja die von
einigen gar für Schriften eines altern Verfassers
gehalten werden. Es wird wenigstens der Arrm
ncc darin gar nicht gedacht, auch kommen darin
keine von den Bestimmungen der Person Christi
vor, die auf den nicänischen Concilio erst gemacht
worden. Diese sind die Schrift wider die Hey-
den und von der Menschwerdung, denen noch die
Vertheidigung des Dionysius von Alexandrien
beygefügt ist, weil darin von einem Manne ge-
handelt wird, der vor dem nicänischen Concilio
gelebt, und allchristlich gedacht und geschrieben Hal.
Athanasius leugnet es doch nicht, daß Dionysius,
der in so ausserordentlichen Ansehn bey der alten
Kirche stand, und den Beynamen, der Große,
erhalten hatte, geschrieben habe: der Sohn Got-
tes sey geschaffen und gemacht, und er sey nicht
nach der Natur der eigne Sohn Gottes, sondern

er
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