Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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keu Lern ccena t^eoria iacra.

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aber zur Wahrheit, und ob die Wahrheit auch
allzeit zur Vereinigung führe, mag der tesec selbst
beurtheilen.
Die ganze Schrift besteht aus 46 Säßen
(rkele8), welche dec Verfasser jedesmahl nach
seiner Art zu erklären und zu beweisen sucht. Bey
dem Abendmahle, welches Jesus mit den Aposteln
hielt, unterscheidet er, die vorhergehende gewöhne
liche Mahlzeit von dem eigentlichen nachfolgenden
Abendmahle. Erstere ist seiner Meynung nach
keineswegs die OsterlammsMahlzeit gewesen,
und matt kann also hieraus nicht die Redensarten
beyM Abendmahl erklären; und letzteres hielt
Jesus bloß zum Besten seiner gegenwärtigen Apo-
stel, den Judas ausgenommen. Denn es waren
ja noch mehrere Jünger und auch Verwandten
Jesu zu Jerusalem, die nicht mit dazu eingeladen
waren (hier ist schon die Folge nicht richtig).
Der Zweck, den Jesus bey diesem Abendmahle
hatte, muß auch nur bey der Gegenwart Jesu
haben erreicht werden können, weil sonst keine
Ursach vorhanden wäre, warum er jetzt eben kurz
vor seinem Tode dies Abendmahl hielt. (Hier
ist wieder eine Zweydeutigkeit, freylich mußte er
noch leben, um das Abendmahl einsetzett oder hal-
ten zu können, aber daraus folgt ja noch nicht, daß
ec bey denen durchaus gegenwärtig seytt Muste, die
Nutzen
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