Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

Seite: 62
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1778/0072
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
62

kidle

Arbeitsleure, um sie zu bauen, und die Einwoh-
ner, um sie zu bevölkern, bekommen und durch
was für Künste und Werkzeuge er die Häuser dar-
in» zu Stande gebracht habe. Der heilige Skri-
bent setzt, wie es ihm däucht, hterbey verschiedene
Zwischenbegebenheiten voraus und schreibt nicht
nach unserer Art, die erst sehr spät aufgekommen
ist. Die Rede des lamechs kömmt dem Verf.
ganz unverständlich vor. Er nimmt an, es hät-
ten die Abschreiber vieles, was zur Verbindung
der ersten Begebenheiten des menschlichen Ge-
schlechts gehöret, ausgelassen. Man finde aber
doch in den geringen Ueberbleibseln der phönici-
schen, persischen, syrischen, indischen und ägypti-
schen Thcogonien eben so wenig Zusammenhang.
Deswegen giebt er vor, der heilige Geist habe sich
nach der Gewohnheit der damaligen Zeit gerich-
tet, überdem wisse man nicht die eigentliche Zeit,
wann die s Bücher MosiS geschrieben wären, eS
gebe hierüber mehr als achtzig verschiedene Mei-
nungen.
Sowohl der erste als die folgenden Ausleger
halten es für gewiß, daß die 5 Bücher Mesis,wie
auch die übrigen Bücher des alten Testaments
erst sehr spät geschrieben und zum Vorschein ge-
kommen seyn; daher kömmt cs zum Theil, daß
man diesen Schriften einen so geringen Werth
bey-
loading ...