Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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vor den Zeiten Jesu.

ihrer willen halte beschneiden lassen, verheyrathek
werden sollte, weil Sichern nicht zu ihrem Geschlecht
gehörte, nicht einmal durch die Beschneidung dem-
selben einverleibt werden konnte. Die Söhne Ja-
cobs heyratheten zwar cananitische Weiber, konn-
ten auch wohl nicht andre bekommen; aber als
Männer behielten sie doch die Herrschaft in ihren
Häusern; und werden dafür gesorgt haben, daß
sich dec Gößendienst nicht darinnen einschlich.
Ihrer Schwester Kinder hätten sie davor nicht
schützen können. Mit dieser Anmerkung erläutert
der Vers, auch die Begebenheit, die im Z8 Kap.
des i B. MosiS erzählt wird; und die dem ersten
Anschein nach soviel Anstößiges mit sich führt.
Thamar, welche einmal in Jacobs Familie ausge-
nommen war, wollte der dadurch erlangten Würde
nicht entsagen, und vom Juda selbst, oder einem
seiner Söhne Saamen haben. Aus Wollust that
sie diesen Schritt nicht. Nur einmal befriedigte
sie ihre sinnliche tust. Juda wollte sie umbringen
lassen, so lang er glaubte, seine Familie scy durch
sie beschimpft worden. Sobald er aber von dem
wahren Verlauf der Sache unterrichtet war, be-
kannte er, sie habe recht gehandelt, erklärte ihrebcy-
de Söhne für die seinigen, beschlief sie aber doch
nicht wieder, um sich nicht einer wissentlichen Blut-
schande schuldig zu machen. Ruben begieng ohne
Theo!. Bibl. B. G Zwei-
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