Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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von dem Verf. der Geschichte Jesu. IO7
Schicksale Mosis in seinen jünger» Jahren, hat-
ten viel besonders an sich, welches alles aber seine
genaue Beziehung auf seine große Bestimmung
hatte. Selbst sein vierzigjähriger Aufenthalt bey
dem Jethro war ihm hiezu nützlich. Hier führte
e^ein Hirtenleben, und hier legte sich seine jur
gendliche Hiße. In der Wüste sähe er die erste
göttliche Erscheinung, und Hörle eine Stimme,
welche sich auf die ihm wohl bekannte vorige
Offenbarungen Gottes an Abraham, Isaac und
Jacob bezog. Er wollte von dem Nahmen des-
sen, der ihn zu Israel sandte, unterrichtet ftyn,
weil dieses Volk in Egypten an so viele Götterr
nahmen gewöhnet war. Der Nähme Jehovah
bezieht sich auf die Verheißungen, die den Pa-
triarchen gegeben worden, und sollte ihre Nach-
kommen versichern, daß dieselben nun genau er-
füllet werden sollten. Mit Wunderkräften be-
gabte Gott den Mofes, und bestimmte ihm seinen
Bruder zum Dollmetscher, um alle Schwierig-
keiten zu heben, die sich dem Gemüthe dieses
Mannes bey einem so wichtigen Antrag darstel-
len musten. Moses ward von den seufzenden
Israeliten mit Freuden anfänglich angenommen.
Sie aber und Moses selbst wünschten und hosten
einen geschwinden Fortgang ihrer Befreyung.
Die Wege Gottes waren indessen auch jetzt nicht
wie der Menschen Wege. Das
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