Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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von dem Vers, der Geschichte Jesu. IO9
dem, und besonders die Israeliten, welche in
Egypten so manche irrige Begriffe von der Gott-
heit und ihrer Verehrung eingesogen hakten, zu
einer bessern Ueberzeugung anzuführen, und ihnen
Gott nicht nur als den Allmächtigen und Aller-
höchsten, sondern auch als ihren Schußgott, und
als den Gott ihrer Väter vorzustellen. Darauf
zielte hiebey alles ab. Es war so was leichtes
nicht, ein Volk, dem es bisher an gutem Unter-
richt gefehlt, das in sklavischer Arbeit beständig
unterhalten worden, und mit lauter abergläubi-
schen und abgöttischen Menschen umgeben war,
von der Wahrheit zu überzeugen, und ihnen ihre
väterliche Religion wieder beyzubringen. Eben
darum hielt es auch die göttliche Weisheit für nö-
rhig, sie nicht durch der Philister land den nächsten
Weg nach Canaan zu führen. Sie hatten Zeit
nöthig, sich wieder zu richtigen Begriffen von dem
einigen wahren Gott zu gewöhnen, auch musten sie
durchGesetzezu einemVolke gebildet, und zwar zum
Volke Gottes gebildet werden. Die Wolken- und
Feuerfäule, welche dem ausziehenden Israel zum
Wegweiser und zum Schutz diente, vergleicht der
Hr.V. mit den Heerleuchten, welche den Caravanen
in der Wüsten vorgetragen werden, wie auch mit
dem Feuer, welches den Persern zum Feldzeichen
diente, und vom großen Alexander selbst zuweilen ge-
braucht
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