Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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wider die Freygeister.

schen noch übrig ist. Aber sehr richtig ertviedert
ihm Haller. "Wenn ja die Deisten einen einzi-
gen Gott verehren, woher haben sie diese Wissen-
" schäft? — Ist nicht diese Kenntniß eine Frucht
"der Offenbarung, die der undankbare Voltaire
"wider dieselbe anwendet, und sie ihres Vorzuges
" zu berauben, ihr eignes Geschenk misbraucht."—
"Wenn auch Voltaire nicht fanatisch ist: (in der
"Freygeisterey ist er gewiß der blindeste Schwär-
"mer,) so haßt er dennoch die Christen mit aufrichr
"ligem Haffe, und verfolget mit aller Wirksamkeit
"seiner geübten Feder alle Anhänger deöChristen-
"thums.
Neunzehnter Brief. — Locke, Neuton, und
Clarke, waren gewiß nicht in dem Verstände
Deisten, wie Volt, das Wort versteht, sie waren
aufrichtige, warme und thatige Christen, wie ihre
Schriften und Handlungen überzeugend bewei-
sen. — Schon vor mehr als vierzig Jahren hat
Hr. v. Haller wider die ä geschrie¬
ben. In wenige Linien zieht er hier die Läste-
rungen derselben wider die Religion zusammen,
darinn das Unehrerbietige gegen Gott, und das
Unbarmherzige — das Intolerante gegen die er-
sten Christen gleich auffällt.
S. s? wird man den bescheidnen, würdi-
gen, wahrheitliebenden Greis v. Haller verehren,
wenn
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