Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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über das wahre Christenthum. 167
flehe. Wenigstens könnte ein jedes Exempel von
einer ungerechten Thal eben so gm zum Beispiele
angeiührer werden.
Sonst bemerke ich nur noch zweyerley zur An-
preisung des veränderten und wirklich verbesserr
ten Arnds. Es wird einmal auf rechtschaffenes
Christenthum, einen gottseligen Wandel und treue
Verwaltung seiner Berussgeschäfte überall ernst-
lich gedrungen, und der Mißdeutung des Worts
Glauben nachdrücklich widersprochen. Hernach
ist der Vortrag fließend und verständlich, dabey
aber doch nie platr, nre lrocken, nie kraftlos, auch
nie überspannt und zu blumenreich. In der Vor-
rede gesteht der Hr. Vers, von sich selbst, daß er
in seinen früheren Schriften, die Einbildungskraft
zu erhitzen, in schönen Bildern und mit prächti-
gen Worten zu reden und hoch daher zu stützen,
sich bemühet habe, nun aber einsehe, daß dies nicht
die wahre Sprache und rechte Beschaffenheit der
Andacht sey, welche billig den Geist unterrichten,
und bleibende Eindrücke im Herzen zurücklaffen
müsse. Wie rühmlich ist es, auch Fehler solcher
Art zu gestehen, und sie zu verbessern. Nicht, um
zu glänzen, sondern nur um seinen Mitmenschen
nützlicher zu werden!
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