Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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des Styls, und der Anstand im Vorkrage, nebst
dem unnachahmlichen Nachdruck im Tone haben
seine Aufmerksamkeit so sehr gefesselt, daß er sich
nachher ein sehr weitläuftigeö Skelet von der
Predigt entworfen habe. — Weil er aber mit
diesem in der Geschichte des Teufels grundgelehr-
ten Mann nicht ganz einig fey, so habe er die
Sache selbst untersucht, und wolle das, was er
gehört, mit seinen unmaßgeblichen Anmerkungen
dem Leser vorlegen. Doch will er sich anfSchrifts
stellen nicht einlassen, weil die Herren, welche den
Teufel leugnen, so geschickt sind, alle Stellen,
die diese Lehre beweisen, wegzuerklären, wie noch
neulich in der NonEMenz des Teufels, nach
bekannten grundstürzenden Irrthümern geschehen.
Vielmehr will er nach unzubezweifelnden philoso-
phischen Gründen die Sache untersuchen, (oder,
wie es hier heißt: beweisen, daß ein Teufel ist.)
Er handelt daher zuerst vom Wesen des Teufels
(S16 f.) und zeigt sehr gut das widersprechende
in den gewöhnlichen Vorstellungen, da man dem
Teufel so großen Verstand und Geisteskräfte und
doch den höchsten Grad der Bosheit zuschreibt.—
"Sein Stolz und Hochmuth, sagen sie, machten
"ihn böse. — Aber, woher kam denn sein Stolz
"und Hochmuth? Nach meiner wenigen Ein-
"sicht sehen diese unordentlichen Begierden eine
"unrich-
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