Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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in den Gegenden gemacht, wo es vormals Verbre-
chen war, andere Grundsätze zu äußern und zu be-
folgen als diejenigen, welche die Kirche glaubte?
Was für vorrrefllche Schulanftalten haben sich
nicht durch die zärtliche Vorsorge und großmürhige
Milde eines vorlreflichen Josephs und Theresia er-
hoben? Was hat nicht der Churfürst von Bayern
und der so verehrungswürdige tolerante, aber schon
verewigte Churfürst undEcchrschof von Maynz in
dieser Absicht für Anordnungen gemacht? Wie
weislich haben sie nicht die Mitglieder eines auf-
gehobenen Ordens von den Erziehungsanstalten
entfernt, denen es nicht an Talenten dazu fehlte»
deren Grundsätze aber gleichwohl dem Staate als
dec Religion gleich nachtheilig waren? wie sehr
hat sich nicht alles dazu schicken müssen? Welchen
Dank ist Rußland nicht seiner großen Catharina
in dieser Absicht schuldig, die auf der Bahn des
unvergeßlichen Peterö fortgehet, und ihr Reich
durch die immerwährende Cultur der Nation zu
einer Höhe gebracht hat, die die Bewunderung
der Welt ist? Wie viel Tausende har der weise
Preußische Friedrich nicht auf die Verbesserung
des Schulwesens in seinen Staaten gewandt?
Dieser große Fürst, der es sehr wohl begreift, daß
die aufgeklärtesten Nationen am leichtesten und
glücklichsten regiert werden können. Was für
vor-
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