Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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kleinerer Schriften. 317
zu handeln. Insonderheit läßt er sich
angelegen seyn, die Meynung, welche Farmer in
seinem Versuch über die dämonischen ^eure am
NlMlur, daß die Dämonen, von denen sie beherrr
schec wurden, für die Seelen der Verstorbenen
seyn gehalten worden, zu widerlegen. Nachdem
er von den gewöhnlichen Bedeutungen des Worts
Dämon das Nölhige beygebracht hat und zuge-
stehet, daß auch diejenige, welche Farmer diesem
Wort beyleget, nicht ausgeschloffen werden könne,
so läßt er sich in eine nähere Prüfung derjenigen
Stellen ein, woraus Farmer schliesset, daß auch
die Juden zu Christi Zeit sich von den Dämonen
eben diesen Begrif gemacht haben. Die Stellen
aus den I^XX Dolmetschern 5 B. Mos. Z2, 17.
2i. Ps. iQs, z6— g8 scheinen ihm dieses nicht
zu beweisen. Die Stelle aus dem Iosephus vom
jüdischen Krieg B. VU. K.6. §. Z. mochte wohl
für den Farmer entscheidend seyn, obgleich der
Hr. V. verschiedenes versucht, sie zu der bestimm-
ten Absicht unkräftig zu machen. Gegen die aus
dem Iuftinus Marryr und Tatianus angeführ-
ten Stellen und gegen die andern Gründe, wor-
auf Farmer sich beruft, macht er auch einige Er-
innerungen, die von seiner Belesenheit zeugen
und zum Theil Beyfall verdienen. In der Haupt-
sache aber, ob der ^alan wirklich bey den Be-
sessenen
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