Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

Seite: 65
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in die gbttl. Schriften des neuen Bundes. 6^
denl^xx abgehen, daraus gefolgert werden müsse,
daß von solchen Büchern damals noch keine grie-
chische Ueberseßung vorhanden gewesen — Die
andere vom Hrn. D.Emestl, welcher im Gegencheil
behauptet, sie hatten nie aus den I^XX, sondern alle-
zeit aus dem Grundrext angeführt, und gar den
Verdacht äußert, wo gegenwärtig die I^XX mit
dem N. T. gar zu merklich übereinstrmmen, da
seyen sie von christlichen Abschreibern geändert.
Dies letztere dürfte nun, unserer Meynung nach,
wohl in verschiedenen Stellen wirklich der Fall seyn;
jene Behauptung aber können wir, im Ganzen
genommen, eben so wenig als Hr. M. billigen.
Er fügt eine dritte Vermuchung hinzu, ob nicht
bisweilen einiges in den Anführungen des N. T.
das von den I^XX, wie wir sie jetzt haben, ganz
abgeht, wirklich Variante seyn könnte, die der
Schriftsteller des N. T. in seiner griechischen Bi-
bel haben mochte — oder vielleicht gar eine andre
Uebersetzung, die etwa am Rande beygefüget war.
§. zs. Ob im N. T. bisweilen Stellen citirt
werden, die in unserer hebräischen und griechischen
Bibel nicht mehr befindlich sind? Hier haben
wir Hrn. M. wieder sehr billig gefunden. Er
zeigt, daß in einer so alten Sammlung gar wohl
Stücke oder einzelne Stellen hätte können ver-
ehren gehen, und glaubt Whlstonen so wenig
Theol.Lubl.^.L>. E als
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