Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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Merley aus Reden und Handschriften
Männer, als Semler, Teller, Eberhard u. a. m.
Ley aller Gelegenheit anzapft, zeigt von seiner, ei-
nem so jungen Schriftsteller am allerwenigsten ge-
ziemenden , Präsumtion. Der Ausdruck Th. 2.
S.6z: "der seine Lust an Bührdt und Teller
hat, wie David an seinem Gott," rst in aller Ab-
sicht äußerst unschicklich, besonders aber an einem
Manne, der an andern Stellen von den wärmsten
Empfindungen für Religion und Tuaend über-
strömt, — und was soll man von der Redlichkeit
des Vers, denken, wenn er in eben diesem 2. Th.
S. 162 schreibt: "Unter den wenigen, die beym
Anschauen und nähern Umgang gewinnen, nenne
ich hier mit voller Ueberzeugung den bescheidnen,
aufrichtigen Hrn. Probst Teller zu Berlin, und
feinen Mirknechr am Evangelio Christi, Hrn. Lar
vater zu Zürich/' Jene unwürdigen Ausfälle
können dadurch auf keine Weise wieder gut gemacht
werden, — hält er Hrn. Teller wirklich für den
redlichen Mann, der er ist, fo glauben wir, daß es
bey einem Manne, dem es um die Befolgung
der Religion Iefu ein wahrer Ernst, unumgäng-
lich erfordert werde, es zu gestehen, daß er in je-
nenSrellen sich übereilet habe, — glaubt er aber,
daß Hr. Teller bey feinem bescheidenen und auf-
richtigen Charakter gleichwohl im Irrthum fcy-
so hätte er daß auch hier anzeigen sollen.

Doch
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