Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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146 Allerley aus Reden und Handschriften
Kräften des Menschen? seit wenn ist Eure
Philosophie so tief gedrungen ? und wenn die
Kräfte sich äußern sollen, — müssen sie nicht an-
gestossen werden?" (der Vers, hat läuten hören,
weiß aber nicht, wo die Glocken hängen, wie man
bey uns im Sprichwort sagt,) — "und wer stößt
sie an? Die Schrift fagt: Gottes Geist oder
der Teufel." — (wv sagt sie das?) — "Wenn
Hr. Farmer und Kirchenrath Bamberger dies
vor lamer licht ihrer Philosophie (freylich — aber
auch eine gesundere Philosophie, als des Verf.
feine) Härten sehen können; so hätte sich jener
ein dickes Buch, und dieser die Uebersehung davon
erspart." — Unser Verf. aber, weil er sich der
Finsteruiß ferner dunkeln Philosophie zu sehr über-
läßt, nähert sich der schlimmsten Gattung des Fana-
tismus wir starken Schritten: davon wollen wir
auch noch em paar Beyspiele anführen. Zuerst
S. 46.47: "Wenn einmal wieder ein Mensch
von Gott bezeugen könnte: der Bibelgott lebt,
lebt wie du und ich; ich weiß es, ich hab' mit
jhmgeredt, da und da, und so und so: denn
wär'ö wieder eine Freude zu leben." — Ferner
S. 6o: "Lieben Brüder, es ist eine Zeit des Su-
chens, Findens und Ernstes: wen's trift, den triftö;
wer wachet, der wirdö hören und sehen; wer aber
in seinen Sünden schläft und in seinen fetten Ta-
gen
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