Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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der Groß- und Kleinmänner. r§z
Gott wolle sie bessern!" Unser Vers, qeht im fol-
genden dem Vers, des Allerlei) so ziemlich Schritt
vor Schritt nach. — Wir können uns nicht
enthalten, diese bcyden Vers, einmal gegen einan-
der zu stellen. Im Allerlei) Th. i. S. Zs heißt
es n. 14: "Die Tolerantsten unserer Zeit sind
nicht wener tolerant, als gegen sich selbst und ihre
Schüler, Anbeter und Nachbeter. Keine römische
Intoleranz gleicht ihrer henkermäßigen Wuch ge-
gen die, die unbescheiden genug sind, mit aller
Bescheidenheit zu sagen: Hier sind meine Gründe,
warum icb anders denken muß, als ihr! — Sie
lachten sich gern zu Tode — wenn sie andre über
ihre Bosheit Blut weinen sähen. Dafür aber
predigen sie— Moral mit desto kälterer Vernunft;
verdammen Christen, und preisen Heyden selig,
und richten die Unschuld und die Herzen der Chri-
sten , die Christum lieb haben allem Wissen vor-
ziehen." Wir haben hier nichts ausgelassen, son-
dern nur die beliebten Gedankenstriche des Verf.
beybehalten. — Nun wollen wir den Verf. der
Brelocken dagegen hören. S- Zs. n. 19: "Ich
wüßte kein Völkchen, das, seiner Denkungsart zu-
folge, weniger über Intoleranz sich verwundern
und beklagen sollte, als die Enthusiasten, und keins,
das sich mehr darüber verwunderte und beklagte!
Wem das Gefühl oder der moralische Sinn
K s Kenn-
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