Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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Briefe von Sterbenden

Leben hindurch führen, sie leutselig und sanft
erinnern, wenn sie gefehlt hätte, oder in Gefahr
wäre, aus ihrem Wege zu straucheln.— Wenn
doch alle Eheleute dies bedenken wollten, daß
ihr Stand eigentlich der Stand der vollkom-
mensten Freundschaft ftyn wüste, und es ihnen
daher das angelegentlichste in ihrem Umgänge
seyn müsse, einer des andern Fehler Zu ertragen,
und in Liebe zu verbessern, u. si w." — Leset
Loch das, die ihr euch einem Stande widmet,
der, wenn er ohne Ueberlcgung und Tugend ge-
wählt wird, gewiß ein sehr bekümmerter Stand
werden muß.
Der achte Brief giebt Erziehungsregeln an
die Hand._ Man sieht es dem Hrn. Vers, an,
Laß er ganz außerordentlich heftig gegen die neuere
Methode der Erziehung loßeifert, und daß er alles
anftuchr, um dieser eine Schlappe auzuhängen.—-
Wie der sterbende Sophro n, S. 128, drech-
seln, und drehen, und sich Herumwenden muß,
um seiner Frau zu sagen, daß man Religion
und Gottesfurcht, in der Erziehung oben an-
stellen müsse. — Er tadelt die neuen Erziehungs-
Plane, und doch macht er sich manches zu eigen,
was sie wirklich neues haben. — Das hätte man
gar nicht erwartet, wenigstens hiev nicht erwartet,
ob wir gleich übrigens weder an der einen, noch
an
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