Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

Seite: 188
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Briefe von Sterbenden

sobald er nur noch einige Bewegungsgründe mehr
erhält, die seiner Strebsamkeit zur Tugend einen
grösseren Schwung, — und seiner ganzen Tugend
und Gottesfurcht höhereWürde und Glanz geben.
S. 178 sagt der Unglückliche ungemeinrichtig: —
O, was ist Reue auf dem Sterbebette für eine
armselige, unzuverlaßige Sache.'
Den eilften Brief empfehlen wir allen Kauf-
leuten, die das Unglück gehabt haben, Bankerot
zu spielen, aber wieder in bessere Umstände ge-
kommen sind, und einen Thcil ihres ihren Gläu-
bigern gethanen Versprechens unerfüllt lassen,
nemlich zu bezahlen, wenn sie in bessere Umstän-
de kommen wurden. — Philaide redet so richtig,
und so eindrucksvoll von dieser Pflicht, daß sie
wohl Eingang verdienet, vornemlich bey Men-
schen, — die so selten den Grundsätzen eines
ehrlichen Mannes treu bleiben. —
Im zwölften haben wir richtige Bemerkun-
gen über das Unglück gefunden, das die unter
uns immer mehr einreissende Familien-Uneinig-
keiten stiften.
Der drcyzehnte ist für junge Mädchen ge-
schrieben, die sich durch die äusserliche Vergnü-
gungen, besonders durch den Tanz, hinreissen
lassen, und nicht selten bloß dadurch um ihre ganze
Gesundheit, und ihr ganzes Glück kommen. —
Der
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