Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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216 Kanzel- und Marreden
mehrere abergläubische Vorstellungen von der
Beichte, z. B. daß sie so sehr nöthig sey, —
gerügt, und sich eines mehr belehrenden als ha-
stigen Tons beflissen hätte.
Die erste Altar? Rede, — bey der Vorste-
hung eines neuen Schuldieners gehalten, —
beweist, daß die Gottesfurcht eine nothwendige
Eigenschaft eines Schuldieners sey. Die zweyte,
eine Trauungsrede , zeigt: die Wahl des Ehe-
standes ist eine heroische Tugend. Ob das wahr
sey, das mag der Herr Bräutigam wohl besser ge-
mußt haben, als der Herr Magister. HI. Die
verkehrte Eheordnung ist eine Hauptquelle mis-
vergnügter und unglücklicher Ehen. IV. Die
segensvolle Einladung Jesu auf unfern Hoch-
zeiten. Hierin sticht der Geschmack des vorigen
Jahrhunderts sehr hervor. Die Gelegenheit da-
zu gaben dem Vers, die Worte der Schrift: Und
Jesus ward auch auf die Hochzeit geladen.
V. Eine Abdankungsrede. — Der Schauplatz
der göttlichen Liebe bey dem frühzeitigen Abster-
ben der Kinder. Einige Ausdrücke, wie die:
sie haben ein Kind verlohren, das der Vorwurf
ihrer Liebe war, eine Tochter, die als ein Baum
voll guter Hofnung in ihrem Ehegatten blühete,
wollen wir nicht rügen. Mit Hrn. Protzens Rede
über
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