Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

Seite: 262
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262 Jochims Anleitung, über die Religion
durchgehen, und insonderheit unsere Leser auf das-
jenige, was der Verf. eigenes hat, aufmerksam
machen.
In der Einleitung werden in einem Selbst-
gespräch, welches auch in den folgenden fortgesetzt
wird, über die Fragen, was der Mensch eigentlich
sey? woher er sey? ob dasjenige, was er in und
bey sich bemerket, einen Zweck, eine Absicht habe?
und worinn allenfalls dieser Zweck und diese Ab-
sicht bestehe? einige Betrachtungen angestellt, die
dazu dienen sollen, die Religion als eine Sache
von der grösten Wichtigkeit anzusehen.
Von Gott. Das Daseyn Gottes wird aus
der veränderlichen Beschaffenheit und vortreflichen
Einrichtung der Welt, die weder nach ihren Grund-
theilen, noch nach ihrer Form von selbst und von
Ewigkeit seyn kann, erwieseni Daß man mit einer
Weltseele nicht auskomme, sondern ein nothwen-
digee und von der Welt ganz verschiedenes Wesen,
von dem alle wirkliche Dinge herzuleiten seyn, an-
nehmen muffe, wird sehr deutlich mit Widerlegung
einiger Zweifel, die dagegen gemacht werden könn-
ten, dargethan. Weil Ein Gott zum Daseyn, zur
Erhaltung und Regierung dieser Welt hinlänglich
ist, so hat die Meynung von mehrer« Göttern kei-
nen Grund. Andere Beweise für die Einheit
Gottes, unter andern auch derjenige, wobey man
den
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