Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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ZZ6 Kürzere Anzeigen
zeigt besonders S. 6, daß diese Folgerung zu viel
beweise; und das dünkt uns auch. Es werden
dadurch nicht nur die succcßive, sondern alle und
jede Wirkungen Gottes aufgehoben. Denn was
der Recensent in der A. D. Bibl. auf die unmit-
telbaren Wirkungen Gottes anwendet, läßt sich
eben sowohl von den mittelbaren sagen. Es kann
so wenig in einem als andern Fall in Gott selbst
eine Veränderung vorgehn. Man muß nur alles
Menschliche von den Wirkungen Gottes entfernen,
so wird uns das Succeßive in denselben weniger
befremdend scheinen. Eine gute Metaphysik wird
sreylich immer den Saß behaupten müssen, daß
Gott gewiß da, wo er durch Eine Wirkung seine
heilsame Zwecke erreichen kann, dieselben nicht verr
vielfältigen, oder von der einmal gemachten Ord-
nung abweichen werde. Nur glauben wir mit
dem Verf. daß es sich durch philosophische Gründe
nicht beweisen lasse, daß eö durchaus keine succesr
sive Wirkungen des göttlichen Willens gebe; ob
wir gleich den Folgerungen, welche er daher zum
Vortheil dec unmittelbaren Gnadenwirkungen
Gottes machen will, kcinesweges beypffichten kön-
nen. Eben so ist unser Unheil in Absicht des
zweyten Briefes beschaffen, welcher an einen an-
dern Gegner gerichtet ist. Dieser hatte dem Verf.
die Einwendung gemacht, daß dasjenige, was von
Gott
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