Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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ren sie aber nicht zufrieden, sondern trieben aufs
neue vielen Unfug und brachten verschiedene auf
ihre Seite. Mau bediente sich anfangs gelinder
Mittel, um sie auf bessere Gedanken zu bringen;
weil aber dieselben nichts halfen, so verfuhr man
mir ihnen nach der Strenge. Einige wurden emr
gesetzt, und, wenn sie nicht Besserung versprachen,
des Landes verwiesen, unter denselben war auch ein
gewisser Blaurock, der vor seinerVerweisung öffent-
lich mit Ruthen gestrichen wurde. Den Manz
ersäufte man, welcher bey seinem Tode eine große
Standhaftigkeit bewies. Mu dem Hubmeyer,
gegen den Zwingli viele Nachsicht blicken ltkß,
nahm es auch ein trauriges Ende, indem er nach
seiner Vertreibung aus der Schweih, hernach in
Wien verbrannt wurde. (Es gehöret mit zu der
Denkungsart der damaligen Zeit, daß man in der
Schweitz die Wiedertäufer, unter welchen einige
sehr gelehrte Männer waren, auf das äusserste
verfolgte. Zum wenigsten hätte man keinen am
Leben strafen müssen, wenn man sie auch wegen
ihrer auftuhnschen Gesinnungen nicht hätte dul-
den wollen).
Dre übrigen Kantone, oder vielmehr die Bi-
schöfe, Prälaten und Geistlichen, auf deren An-
trieb und unter deren Anleitung die Kanrone han-
delten, bezeugten öfters ihr Misvergnügen über
die
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