Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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z6 Schröckhs chrisil. Kirchengeschichte,
er die Charaktere der Völker und Personen aus-
führlich schildert; indessen entgeht doch dabey
beständig dem Leser der historische Faden aus
den Händen. Er lernt nicht auf eine anschauen-
de und zusammenhängende Art erkennen, wie
die christliche Kirche zu oder abgenommen, was
dazu etwas beygetragen habe, wie die göttliche
Vorsehung alle verschiedene Begebenheiten ge-
ordnet und verbunden habe, die Kirche unter, al-
len äussern und innern Zerrüttungen zu erhalten,
auözubreiten, und ihre widrige Schicksale, zu
ihrer künftigenVerbesserung zu gebrauchen. Die
Verbindung der Ursachen und Wirkungen ver-
liehet sich in dem Gemüth des Lesers, vornehm-
lich eines solchen, der kein eigentlicher Theolog
ist. Dieser liest solche abgesonderte Betrach-
tungen mit Vergnügen und Nnhen, denn er
weiß, sie zu ordnen; der übrige Theil der Leser
aber, dem sich der Hr.Verf. doch besonders zum
Führer darbiethet, findet keinen Zusammenhang
mehr, und die Geschichte hört also auf, für ihn
pragmatisch zu seyn. Für ihn sind auch diese
Ausführungen zu weitiäuftig, zu gelehrt, und
nicht immer interessant genug.
Gegenwärtiger vierter Theil fängt mit einer
Betrachtung an, welche die Ueberschrist hat:
Neigung der römischen Kayser gegen dre ebristl.
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