Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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42 Schröckhs christl. Kirchengeschlchte.
Gelehrsam^'t, noch die liebenswürdig-» Beschei-
denheit desselben. Indessen wird hier mit Recht
seine Frömmigkeit und Eifer für Wahrheit und
Religion gerühmt, auch sein Fleiß im bischöfli-
chen Amte, und in Verfertigung mancher Schrif-
ten, die dazumalen Nutzen stiften konnten. Uns
sind feine Briefe das brauchbarste; dieweil man
daraus die Beschaffenheit der damaligen Kirche
und ihrer Vorsteher fehr gut kennen lernt. In
seiner Schreibart hatte er sich denTertullian zum
Muster vorgestellt. Seiner feurigen EinbH-
dungskraft hat man die vielen Gesichter und Er-
scheinungen zuzufchreiben, worauf er sich so oft
beruft; und womit er fein Verhalten, das zu-
weilen Tadel zu verdienen scheint, rechtfertigt.
Tief unter den Cyprian wird, wenn man nach
der Wahrheit urrheilen will, GregvNUs Thalli
maturgus, Bischof von Neocäsarien, zu stehen
kommen. Wir haben weit weniger achte Denk-
male von ihm, als vom Cyprian, und aus diesen
seinen erhaltenen Schriften kann man ihn nicht
als einen großen und wichtigen Kirchenlehrer er-
kennen lernen. Erst hundert Jahr nach seiner
Zeit stunden zwey kobredner auf, die ihm eine
vorzügliche Wundergabe beylegten, und von der
Wirkung seiner Wunder viel herrliches bekannt
machten, Basilius der Große und Gregorius
von
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