Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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einer biblischen Dämonologie. 95
mit den unsrigen wohl mehrentheils übereinstim-
men möchten, erinnerte, konnte er wohl nicht Ei-
nen Widersacher des Christenthums, den er nicht
nennen mochte, Satan nennen? Das gefällt
uns überhaupt nicht an dem Herrn V., daß er
überall, auch nur die Meldung eines bösen Gei-
stes, in der Schrift des N. T. hinweg exegisiren
will. So wird sich wohl niemand'überreden
lassen, daß z. B. 2 Kor. 11, 14 Paulus nicht
wirklich des bösen Geistes gedenke, sondern auf
einen seiner Widersacher ziele, der sich das An-
sehn eines rechtschaffenen Mannes gäbe; Aber
das, dünkt mich, ließe sich nun auch sehr leichte
zeigen, daß Paulus hier nach jüdischen Vorur-
rheilen rede und aus einen Ort in der Bibel, et-
wa das erste Kapitel des Buchs Hiob und des-
sen bey den Juden übliche Erklärung, hier an-
spiele und also gar nicht christliche Wahrheit
hier lehren wolle. Auch das will uns nicht
gefallen, daß der Hr. Vers, so oft mit solchen
Machtsprüchen seine Meinung behauptet: z. B.
S. 145: Es wird wohl keinem Vernünftigen
einfallen, sich und andre zu überreden. Es ist
doch schon vielen eingefallen und es wird noch so
manchem einfallen, dem ich deswegen noch nicht
alle Vernunft absprechen möchte. Aber sonst
sind viele Stellen vortreffich, zum Theil neu er-
klärt,
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