Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

Seite: 124
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L24 Johann Bunkels Leben,
let wird, miethete. Bey demselben lernete er
Linker andern ein sehr schönes Frauenzimmer, die
Carola Bennet, deren merkwürdige Geschichte
angeführet wird, kennen. Als er einst im Spiel,
wozu er war verleitet worden, alles das L einige,
äusser wenigen Pfunden, verlohren hatte, gab
ihm Curl Anschläge, sich in dieser Noch zu helfen.
Er riech ihm nemlich, die Agnesl'a, die Tochter
Dunks, eines reichen und geißigen Edelmanns,
Richt weit von London, zu gewinnen und diefelbe
zu entführen. Diesen Vorschlag führte Bunkel
auch wirklich aus und er war schon im Begriff,
sich mit ihr zu verehlichcn, als sie plötzlich starb.
Weil sie aber auf eine ganz wundersame Art,
nachdem sie schon begraben war, von dem Doctor
Stanville, der sie heimlich hatte ausgraben las-
sen, um sie zu zergliedern, da er bemerkt hatte,
daß noch Leben in ihr sey, dem Tode war entrissen
worden, und derselbe sie geheyrathet hatte, fügte
es sich, daß Bunkel sie nach einiger Zeit in der
Gesellschaft dieses Mannes antraf. Ob er gleich
in dem Haufe desselben zwey Monate blieb, so
ließ er sich doch nicht merken, daß die Frau Stan-
ville mit ihm sey verlobt gewesen, weil er sah,
daß auch sie sich anstellte, als wenn sie ihn sonst
Roch nicht gekannt hätte. Er war hierauf Wil-
lens, nach London zu gehen, um sein Glück zu
versu-
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