Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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äe iäci'ce 8cri^turT luter^retatione. 14^
Das Resultat der ersteren geht dahin: "daß
"diejenigen Protestanten, die mit den Römisch?
"katholischen gleiche strenge Oberherrschaft des
"Glaubens über die Layen behaupten, weit un?
"ter jenen stehen; daß sie aber nicht im gering?
"sten befugt sind, irgend einem Menschen einen
"Gewissenszwang aufzulegen. Daß hiernachst,
wenn der Nutzen und der Schaden, den eine
solche allgemeine Gewissensfreyheit verschafft,
genau und unparteyisch abgewogen wird, dieser
(der Nutzen) weit grösser sey, als der Schaden.
Die nähere schöne Ausführung, wie in allen den
eingeschobenen Tellerschen Betrachtungen, mag
der wißbegierige Leser selbst suchen.
In der zweyten Excursion *) beweiset Here
D. Teller, baß das strenge Gebot der Theolo?
gen, der Analogie des Glaubens müsse man
schlechterdings folgen, einmal zu Herrschsucht
tig sey, und nach Prälatenstolz schmecke; hier-
nächst aber auch keinen Nutzen und aussen
ordentlich viel Zweydeutiges habe, weil doch
imwer erst bewiesen werden muß, was zum
Wesentlichen des Glaubens gehöre, und welche
Artikel die Bibel als Glaubensartikel empfehle.
"Hier
*) Daß ich das lateinische Wort exeurlm durch
eurswn gegeben habe, wird mir keiner übel nehmen.
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