Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

Seite: 164
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1778b/0172
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
164

Theologische Briefe

aber thun Sie das ja nicht in dem Tone,
worinn Ihre Briefe an mich geschrieben sind,
sondern nehmen Sie den kalten Untersuchuugs-
ton an, der in gelehrten Streitigkeiten doch
allein nur etwas hilft, und der immer bey
uns herrschen wird, wenn wir rechte siebe zur
Wahrheit haben. Sehn Sie dabey nicht auf
den Verfasser des Buchs, was Sie widerlegen
wollen, noch weniger auf die Absichten, die er
Ley Bekanntmachung seines Buchs gehabt ha-
ben mag, — greifen Sie nicht die Schlußsätze
an, sondern lassen Sie alle ihre Bemühung auf
die Widerlegung der Beweise gerichtet seyn.
Und, hatte der V. diese kehren befolgt, so wür-
den wir, wenn wir auch ganz andrer Meinung
mit ihm wären, wann wir auch in allen Stücken
dem Hrn. St. beypflichteten, seine Schrift mit
Vergnügen und prüfender Aufmerksamkeit und
mit mehrerem Nutzen für uns gelesen haben. —
Doch wir wollen seine Sprache nicht weiter
rügen, sondern nur sehn, mit welchen Gründen
er widerlegt hat.
Um zu widerlegen, was der Hr. D. St. vom
Innern des HeidenthumS gesagt hatte, daß
darum bessere Erkenntnisse gegeben würden, daß
also auch unter den Heiden Manner und meh-
rere Männer, als man sonst wohl glaubt, wa¬
ren.
loading ...