Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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des falschen und wahren Gottesdienst 201
«en dieselbe abgeschmackt, und irr ihren Ausdrü-
cken zu metaphorisch verkommet, weil die unge-
lehrten und einfältigen Verfasser derselben, als
die Evangelisten und Apostel, sich gehörig aus-
zudrücken, nicht die Fähigkeit gehabt haben, zu
denen sie auch Lutherum, als ihrem (ihren) Ueber-
fetzer rechnen, und daher dieselbe zu verbessern,
ihr Ansehen zu vergrößern, aber in der Tönt die-
selbe zu verderben und zu verfälschen unternom-
men haben, wie man aus den neuesten Offenba-
rungen und dem Wörterbuch offenbar sichet,
wodurch sie aber ihre (Gelehrsamkeit bey Vernünf-
tigen nur lächerlich machen, und ihre schlechte
Gesinnung gegen die göttliche Wahrheit auch
natürlich rechtschaffenen Gemüthern vor Augen
legen." Daß der Hr. D. Bahrdt in seiner
Übersetzung des N. T. manches nicht recht ge-
troffen habe, ist wohl keinem Zweifel unterwor-
fen und der Hr. D. Teller ist viel zu bescheiden,
als daß er meynen sollte, es wäre in feinem Wör-
terbuch des N. T. gar nichts mehr zu verbessern.
Soviel aber sieht man wohl, daß der Vers, eben
nicht der Mann sey, der von den Erklärungen
und Uebersetzungen der heiligen Schrift richtig
urtbeilen könne. So tadelt er es unter andern
S. 66. daß Hr. Teller die Worte Matth, s, i?
das Gesetz erfüllen durch vollgültig machen, oder
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