Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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des falschen und wahren GoLLesdiensis. 2OZ

Menschen als übernatürliche anzuseheu seyn»
Nach der zweyten sollen die Gnadenwirkuugcn
in der Offenbarung derjenigen göttlichen Wahr-
heiten bestehen, auf welche die sich selbst überlas-
sene menschliche Vernunft nicht hat kommen kön-
nen. Endlich nach der dritten sollen die Gnaden-
wirkungen übernatürlich genennet werden können,
in so fern Gott bey dem äusserlichen Wdrt aufeine
uns unbegreifliche, von den ordentlichen Gesehen
der Natur abweichende und unmittelbare Weise
in und auf unsere Seelen wirket. Der Vers,
sucht die beyden ersten Meinungen zu widerlegen
und läßt sich die letzte nur auf gewisse Weise ge-
fallen; weil er sich nicht getrauet zu entscheiden,
ob Gott von den Gesetzen der Natur der Seele
abweiche, wenn er unmittelbar auf dieselbe wir-
ket. So wie es ihm däucht, stärket nur der Geist
Gottes die Kräfte des Gemürhs unmittelbar,
alsdann wirket der Mensch selbst und seine falsche
Freyheit wird in eine wahre verändert. Gegen
den Hrn. P. Eberhard, welcher behauptet, die
Schrift weise uns keinen andern Weg als den Weg
der Natur, und gegen den Hrn. Spalhing, welcher
in seiner Schrift, von dem Werth der Gefühle in
dem Christenthum, von den eingebildeten Gnaden-
wirkungen srey urtheilet, wendet er verschiedenes
ein, worauf aber leicht pr antworten ist. Er ge-
denket
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